Klageandacht und Gebet

  •  vor der Christus-König-Kirche in Geeste-Dalum
  • „Macht Licht an! Erneuert die Kirche!“ – Gläubige mahnen zu mehr Offenheit
  • Der Missbrauch in der katholischen Kirche sowie die Publikation der von den Bischöfen in Auftrag gegebenen Studie im September 2018 haben für weiteres Entsetzen gesorgt und das Vertrauen vieler Katholiken in ihre Kirche erschüttert. Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), die seit langem weitreichende Veränderungen in der Kirche fordert, hat mit der Aktion „Macht Licht an! Erneuert die Kirche!“ zu Klageandacht und Gebet aufgerufen.
  • Diesem Aufruf folgten am Montag Abend ab 18.30 auch mehr als 200 Gläubige in Geeste-Dalum, die sich vor der dortigen Christus-König-Kirche versammelten und dabei die Kirche symbolisch mit Taschenlampen angestrahlt.
  • Eingeladen hatte dazu die kfd Dalum mit der Pfarreiengemeinschaft Geeste und unter Beteiligung des kfd-Regionalverbandes Meppen.
  • „Mit unseren Taschenlampen wurde die Kirchentür und ihre Ecken und Kanten an- und ausgeleuchtet. Kein Winkel sollte im Dunkeln bleiben. Die Verantwortlichen sind nach wie vor aufgerufen, den Missbrauchsskandal glaubwürdig und umfassend aufzuklären“, betonte Anni Rennock vom Vorstand der kfd Dalum.
  • In entsprechend klaren Worten ist die Andacht formuliert: „Ratlosigkeit treibt uns um. Das Vertrauen in unsere Kirche, in Priester und Bischöfe und die Verantwortlichen, die über Jahre hinweg geschwiegen, Täter gedeckt und Missbrauch vertuscht haben ist zerstört…“ so heißt es im Text der Andacht, den Anita Bernotat und Angelika Grewe von der kfd Dalum vorgelesen haben.
  • Zu den grundlegenden Forderungen der kfd gehören die Abschaffung der von Männern dominierten Machtstrukturen, unabhängige Missbrauchsbeauftragte und eine Veränderung der katholischen Sexualmoral. Angestrebt ist die Erneuerung der Kirche von innen her.
  • „Die Deutsche Bischofskonferenz tagt vom 11.-14. März in Lingen. Der Eröffnungsgottesdienst ist am 11. März um 18 Uhr in der Bonifatiuskirche in Lingen. Im Anschluss soll die Klageandacht wiederholt werden und es sollen alle Postkarten der stattgefundenen Unterschriftenaktion an Bischof Bode übergeben werden“, kündigte Anni Rennock abschließend an. 
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